Entstehung des Museums - Evangelisches Museum OÖ Rutzenmoos

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Entstehung des Museums

Aus der alten evangelischen
Schule der Toleranzzeit wurde
ein modernes Museum

DI Roland Juranek

Umbau

Feierliche Eroffnung des
Museums am
16. September 2000

Immer wieder gab es den Wunsch nach einem Museum, das die bewegte und in der Öffentlichkeit wenig bekannte Kirchengeschichte des Evangelischen Glaubens in Oberösterreich darstellt. Konkret wurde die Vorstellung als Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer bald nach Amtsantritt diesen Gedanken 1991 in der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich deponierte. Eine Besichtigungsreise gemeinsam mit Hofrat Dr. Mohr und Mag. Garstenauer zu verschiedenen möglichen Museumsorten ergab, dass die alte Evangelische Schule der Toleranzgemeinde Rutzenmoos am besten geeignet sei, zumal ein moderner Neubau einer Volksschule im Ort bereits beschlossen worden war. Die alte Schule gehört zum geschlossenen Ensemble: Evangelische Kirche, Pfarrhaus und Kindergarten.

Rutzenmoos liegt direkt an der Westautobahn, am Eingang zum Fremdenverkehrsgebiet Salzkammergut und neben der großen Schulstadt Vöcklabruck. All dies sprach für diesen Standort. Superintendent Eichmeyer suchte und fand engagierte Mitarbeiter. Die Pfarrgemeinde Rutzenmoos erklärte sich bereit die alte Schule für ein evangelisches Museum zur Verfügung zu stellen. Die Superintendentialversammlung stellte sich mehrheitlich positiv zu diesem Vorhaben.

Der Verein „Evangelisches Museum Oberösterreich“ wurde gegründet. Der Informatiker DI Roland Juranek erklärte sich bereit die Obmannstelle zu übernehmen, Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer die des Obmannstellvertreters. Von der Superintendentialversammlung als Vertreterin der Diözese in den Vorstand gewählt wurde Ulrike Eichmeyer-Schmid. Weitere Mitglieder des Vorstandes und Mitarbeiter waren und sind es zum Teil auch heute noch: Anton Gattinger, Mag. Rudolf Jindrich, Ing. Franz Kroismayr, Konsulent Mag. Günter Merz, wissenschaftlicher Leiter, Ing. Joachim Mölls, Mag. Gerhard Posch und Wilhelm Stadler (Kustos) u.a.

Klar war die Vorstellung, ein modernes, den museumspädagogischen Erkenntnissen entsprechendes Museum in Form eines Lehrpfades zu gestalten. In vielen Sitzungen erfolgte die Konzepterstellung. Die Vorschläge von Architekt Kugelstätter, Museumsgestalterin Waltraud Pichler und die dramaturgischen Ideen von Regisseur Daniel Pascal wurden aufgegriffen und umgesetzt.

Durch diverse hinderliche Umstände konnte erst Ende 1995 mit dem Bau begonnen werden. Erste Kostenschätzungen wurden mit 15 Millionen Schilling anberaumt. Durch Verzögerungen und wesentliche Konzepterweiterung steigerten sich die Endkosten auf 24 Millionen Schilling. Dank der großzügigen Subvention des Landes Oberöstesrreich, der mehrjährigen Museumsbeiträge aller evangelischen Pfarrgemeinden Oberösterreichs, der Subvention des Oberkirchenrates, der politischen Gemeinde Regau, von Banken und vielen anderen Einrichtungen und weiteren Spendern ist heute das Museum ausfinanziert und schuldenfrei.

Der laufende Betrieb dieses "Hauses des Erinnerns" kann jedoch trotz ehrenamtlicher Mitarbeiter, trotz Eintrittsgelder und Vereinsmitgliederbeitrag leider bisher nicht kostendeckend geführt werden. Vermehrter Besuch und weitere fördernde Mitglieder könnten Abhilfe schaffen.

Das Museum ist inzwischen zu einem Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche Österreichs geworden.

Im April 2006 legte DI Juranek den Vorsitz im Verein "Evangelisches Museum OÖ" zurück. Als seine Nachfolgerin wurde Ulrike Eichmeyer-Schmid gewählt.


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